Thursday, December 1, 2011

KW46: Gibt es wahre Online-Freunde?

Artikel: StudiVZ, WoW & Co: zwischen Sex und Raid-Bekanntschaft. Gibt es wahre Online-Freunde?

Der Author ist hier der selben Meinung wie ich: Freunde sind Personen, die man gut kennt und denen man vertrauen kann. Es hat in den letzten Jahren eine starke Abschwächung des Freundschaftsbegriffs stattgefunden. Jeder Kontakt auf Facebook und co. wird als "Freund" bezeichnet, was ich nicht unterstützen kann. Die meisten davon würde ich wohl eher nicht als Freund bezeichnen, da man sie eigentlich nicht so gut kennt und ihnen wohl auch kaum sein Innerstes offenbaren würde. Ich bin keineswegs der Meinung, dass man online keine Freunde finden kann, jedoch man diese Leute auch erst intensiv kennen (wie in der Realität auch). So etwas entwickelt sich nicht durch ein paar Chats hier und da, sondern braucht Monate wenn nicht Jahre.

Der Author stellt auch für mich richtig fest, dass das empfinden einer Freundschaft subjektiv ist. D.h. manche Leute finden online keine Freunde, da sie komplett anders eingestellt sind.

Die Meinungen zu diesem Thema gehen zum Teil stark auseinander. Im Endeffekt muss aber jeder für sich selbst entscheiden, wen er als Freund bezeichnet und wem er sein Vertrauen schenkt

4 comments:

  1. Ich kann ebenfalls unterstreichen, dass man "echte" Freunde nur in der Realität haben kann.
    Dennoch habe ich über Online Games Leute kennengelernt, mit denen ich, zwar in erster Linie im Spiel, aber dennoch "abgehangen" habe. Wir sind so zum Beispiel unterwegs gewesen, "virtuelle Dinge" zu sammeln, die nur bedingt unser Fortkommen im Spiel sicherten (anders als im Artikel beschrieben, wo jeder zuallerst Egoistisch agiert und andere eher als Mittel zum Zweck benutzt). Damals hätte ich "Ihn" als Online-Freund bezeichnet, aber genauer betrachtet weiß ich nicht, ob ich ihm jemals zu persönliche Dinge anvertraut hätte.
    Einige "Clans/Gilden/wie auch immer" in denen ich Mitglied war, hatten auch jährliche RL-Treffen (real life). Aufgrund der Distanz, üblicherweise Deutschland, war es mir jedoch nicht möglich daran teilzunehmen. Von daher denke ich schon, dass es möglich ist, über ein virtuelles Netzwerk Leute kennen zu lernen und diese dann auch in den Freundeskreis zu übernehmen. Dadurch, dass man das selbe Spiel spielt und mag, ist eine Gemeinsamkeit für eine Freundschaft gegeben. Allerdings bedarf es dafür, wie auch im Artikel und von Markus erwähnt, eine Präsenz, bzw. Kontakt im realen Leben, meiner Meinung nach.
    Wie es sich mit Facebook und ähnlichem verhält, kann ich nicht so gut beurteilen. Jedoch sehe ich in Fernseh-Serien/Berichten doch immer wieder Leute die sich nach dem Online "kennenlernen" auch Real treffen. Aber auch hier ist wieder die Komponente "Echtes Leben" zu finden, daher komme ich nur zu dem Schluss, dass Freundschaften nur gemeinsam mit der Realität bestehen können und alles andere wohl nur bestenfalls als "Gute Bekanntschaft" anzusehen ist, auch wenn Geheimnisse offenbart wurden. Letztere, sehe ich eher als "narzisistische" Aktion, um sein "Profil" für andere interessanter zu machen, als es eigentlich ist (Bsp: "Boah, der hat das und das gemacht. Wie cool ist das den! Den "add" ich gleich mal.")

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  2. Sehr intteressanter Artikel den du da gefunden hast.

    Ich bin ja der Meinung, daß es so viele Dinge zwischen Himmel und Erde gibt ... warum nicht auch Freunde die man noch nie gesehen hat. In meiner Kindheit nannte man die noch Brieffreunde und die waren je nach Begeisterung ebenfalls über den ganzen Erdball verteilt. ;c)

    Wobei aber schon festzustellen ist, daß es dann sehr davon abhängt wie die Menschen "ticken". Jeder Mensch ist anders.

    Auch wenn ich persönlich mir nicht mehr vorstellen kann, daß ich Menschen die ich nur auf virtueller Ebene kenne, auch als guten Freund bezeichnen würde.
    Oft wird ja aus einer anfänglichen virtuellen Bekanntschaft auch eine Freundschaft die im "echten" Leben fortgesetzt wird.

    Grundsätzlich würde ich sagen, daß egal ob man nun in der virtuellen oder reelen Welt Freundschaften sucht, findet und pflegt, es wichtig ist, daß beide Seiten gut damit leben können.

    lg Gabi

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  3. Ich bin selbst online gamer und hab auch dort freunde gefunden, aber die sind meist nur online freunde geblieben (was nicht ist kann aber noch werden). Umgekehrt hab ich auch echte freunde mit denen ich online spiele und mit denen treffe ich mich auch sonst noch öfters.

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  4. Ich denke mal, das Facebook hier ganz klar den falschen Weg geht. Google+ hat von Anfang an mit der Einführung der "Kreise/Circles" den richtigen Schritt gemacht.
    Grundsätzlich finde ich, dass Facebook, etc., besser dazu geignet ist, bestehende "reale" Freundschaften aufrechtzuerhalten als neue Freunde kennenzulernen. Oft kann man sich keine korrektes Bild von Personen machen, die man nie im echten Leben getroffen hat...
    Aber das ist nur eine Meinung.

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