Thursday, November 17, 2011

Beitrag KW 46 - Kaddie

Da wir nach dem Gespräch mit Herrn Niederl und Herrn Krajnc uns auf eine Spezialisierung unseres Themas geeinigt haben, welches die "neudefinition des freundschaftsbegriffs" ist, habe ich mir gedacht ich starte eine Umfrage mit den gleichen Leuten die ich bereits befragt habe.

Die Aufgabe ist,
dass sie mir ihre persönliche Meinung, Einstellung bzw Definition des Begriffes "Freund" und "Freundschaft" geben sollen.


"Beschreibt mir bitte in euren eigenen Worten und Denkweise folgende Begriffe und sagt mir was ihr darunter versteht und wie ihr sie definiert bzw eure Einstellung dazu:

Freund - was ist ein freund? wer ist ein freund? ab wann ist man ein freund?

Freundschaft - was, wer, wie, wann , wo , was, warum, weshalb, wieso... ;) "

Antworten folgen in kürze

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die Antworten:

Person 1 (weiblich):
  • Freund= jemand dem man alles und über alles erzählen kann, dem man vertraut, mit dem man alles unternehmen kann, der immer für einen da ist, jmd der einen nicht hintergeht
  • ab wann= wenn vetrauensverhältnis da ist,  viel spaß hat
  • web 2.0: freundschaft hat sich verändert indem sinne, dass es verschiedene arten von freundschaft gibt: facebook-freundschaften, wo man nur chattet und sich kaum trifft. freunde die man immer sieht und freunde mit denen man international kontakt halten kann.

Person 2 (männlich):
  • Freunde: Echte Freunde sind Menschen, die einen so annehmen, akzeptieren und respektieren wie man ist. Es ist nicht nštig, sich in irgendeiner Art zu verstellen oder jemanden zu imitieren um es einem Freund recht zu machen. Ein Freund ist ein Mensch, auf den man sich freut wenn man ihm auf der Stra§e begegnet, der einem nach Hause bringt wenn man zu viel getrunken hat, der ein 43 Minuten langes Gute-Nacht-MŠrchen-Video aufnimmt (hihihihi), auf den man sich verlassen kann und mit einem durch dick und dŸnn geht. Fazit: Freunde machen das Leben lebenswert!!!
  • Freundschaft: Eine neue Freundschaft entsteht meist plštzlich und unverhofft. Durch gemeinsam erlebte Ereignisse, durch die Hilfe anderer Freunde aber auch durch Zufall. Basis dafŸr kšnnen meiner Meinung nach gemeinsame Interessen, (kšrperliche und geistige) Zuneigung und ein gewisses Grundvertrauen sein. In schwierigen Zeiten zeigt sich wie stark eine Freundschaft ist. Wenn die Freundschaft solche Ereignisse Ÿberlebt wird sie noch tiefer. 
  • Web 2.0: Durch Social Networks wird der Begriff Freundschaft etwas verfŠlscht. Angebliche Freunde, die sich nach Ewigkeiten melden und einem Freundschaftsanfragen schicken um ihren sozialen Status der …ffentlichkeit zu prŠsentieren  und hšchstens bei Geburtstagen ein kurzes ãAlles GuteÒ auf der Pinnwand hinterlassen, sind Grund dafŸr, dass der Begriff Freundschaft in letzter Zeit an Wert verloren hat. Ein Vorteil ist natŸrlich die beinahe unbegrenzte Mšglichkeit, neue Freundschaften Ÿber Social Networks zu schlie§en und mit Freunden, mit denen man nur schwer den Kontakt aufrechterhalten kann, zu reden/schreiben um ein Einbrechen der Freundschaft zu verhindern.


Person 3 (weiblich):
  • freunde sind menschen, die immer für einen da sind, mit denen man reden kann, zu denen man gehen kann, wenn man jmd braucht. 
  • ab wann jmd ein freund ist, ist abhängig von der jeweiligen situation. aber man merkt meistens relativ schnell, ob man zusammenpasst (freundschaftsmäßig) oder nicht. freunde haben ähnliche einstellungen, meinungen, sie verhalten sich ähnlich. 
  • der begriff freund ist gleich geblieben, aber der begriff freundschaft hat irgendwie auch etwas negatives dazubekommen, da in sozialen netzwerken jeder mal schnell ein "freund" werden kann, aber eigentlich ist dieser dann gar keine, eben nur über das internet..freundschaften haben sich für mich nicht geändert


Person 4 (männlich):
Freundschaft ist der Bereich zwischen einer Bekanntschaft und Liebe.
  • Nach unten (also zur Bekanntschaft) grenzt sie sich sich ab durch Gemeinsamkeiten; eine gemeinsame Geschichte, ein Geheimnis, ein Projekt, eine Weltanschauung. Irgendetwas das über "Hey, wir haben uns doch neulich auf der Party gesehen, willst du ein Bier?" hinausgeht. Zwei Menschen sind also befreundet, wenn sie durch einen gemeinsamen Faktor verbunden sind. Diese Definition passt natürlich auch auf eine Feindschaft, nur dass es dort eben eine Gegensatz gibt, keine Gemeinsamkeit. 
  • Liebe unterscheidet sich von Freundschaft zum einen durch sexuelles Verlangen (welches natürlich nicht zwangsläufig vorhanden sein muss, siehe Liebe von Mutter zu Kind, etc.), zum anderen aber auch dadurch dass es nicht mehr um die Funktion des Freundes (Geheimnisträger, Bruder im Geiste, etc.) geht, sondern um die Person an sich. Eine Freundschaft ist also auf "äußeren" Umständen begründet, Liebe auf persönlicher Zuneigung.
  • Ich finde den Begriff Freundschaft für Verbindungen die nur in sozialen Netzwerken bestehen, völlig falsch gewählt - weshalb ich ihn auch nicht verwende. Eine Web 2.0 Freundschaft bedeutet automatisierte Kommunikation, die sozial wäre, wenn sie nicht automatisiert wäre. Alles was über diese Definition hinausgeht, wäre auch per Mail/Telefon/persönlichem Kontakt möglich. Das social web ist im besten Falle ein Werkzeug dass den Zeitaufwand zur sozialen Kommunikation reduziert und im schlimmsten eine schlechter Ersatz für echte Freundschaften.


Person 5 (weiblich): 
  • ein freund ist für mich eine person, die mich in guten wie in schlechten zeiten unterstützt, mir hilft oder für mich da ist. Das muss jetzt nicht im materiellen sinne sein, das kann auch einfach hilfe in form von gesprächen, einem treffen oder einer liebevollen geste sein. man kann mit einem freund spaß haben, er versteht die scherze die man macht und ist eigentlich bei jeder aktion dabei. man kann meiner meinung nach mit einem guten freund wahrlich pferde stehlen. ein guter freund ist auch da, wenn man es nicht erwartet.
  • ad causa facebook und virtuelle freunde: natürlich hat sich der begriff "Freund" bzw "Freundschaft" mit der einführung von sozialen netzwerken wie myspace und facebook verändert. plötzlich erhält man von tlw. wildfremden personen sogenannte "Freundschaftsanfragen", und nach bloß einem click kann man der Freund eines dir persönlich komplett unbekanntem individuums werden. zumindest wird man auf den plattformen als freunde bezeichnet. Ich finde es schade, dass man allgemein alle personen, die man zu seinen kreisen hinzufügt, als Freunde bezeichnet. Hierbei finde ich das system von google+ besser, wobei man hier zwischen bekannten, freunden, verwandten etc unterscheiden und sie auch als diese kennzeichnen kann.
  • Durch die gehäufte verwendung des wortes "Freund" im internet kommt es meiner meinung nach zu einer verfremdung bzw entwertung des wortes. Ein freund ist so viel mehr als bloß ein profil, das man zu seinen virtuellen sozialen kreisen hinzufügt. Freundschaften haben sich für mich nicht geändert. es kam allerdings doch in den letzten jahren zu einer vermehrten entwertung der bedeutung dieses begriffes.

Person 6 (männlich):

Da eine allgemeine Definition von Freund/Freundschaft schwierig bis gar unmöglich ist,
will ich den Begriff ganz nach der aristotelischen Logik in mehrere Kategorien unterteilen:

1) Freund um der Tugend willen
    Diese Art kommt wohl dem Ideal der Freundschaft am nächsten und geht auf gemeinsame
    Interessen und Begeisterung für Dinge zurück. Man zeigt Anteilnahme am Leben des anderen,
    hilft sich gegenseitig und pflegt einen entsprechenden Umgang miteinander.

2) Freund um des Nutzens willen
    Um das eigene Leben zu erleichtern. können sich manche Kontakte als äußert hilfreich erweisen.
    Dabei sind solche Freundschaften durchaus dem Charakter förderlich, währen aber üblicherweise
    nur solange, wie Nutzen aus ihnen gezogen werden kann.

3) Freund um des Vergnügens/Lust willen
    Erleichtert und verschönert das Leben. Man kann viel Spaß zusammen erleben, eine tiefere
    Bindung wird aber meist nicht eingegangen.

4) Facebook Freund
    Person mit der man eine mindestens 10 minütige nicht triviale Konversation geführt hat.
    Eine Tugend Freundschaft entsteht aber in aller Regel nicht.



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